37 Jahre im Dienst der Gemeinde – Graben-Neudorf verabschiedet Wolfgang Bauer
Mit langanhaltendem Applaus und großer Wertschätzung hat der Gemeinderat am 22. Juni Wolfgang Bauer nach 37 Jahren kommunalpolitischer Arbeit verabschiedet. Freunde, Weggefährten, ehemalige Mitstreiter und Familienangehörige waren in den Ratssaal gekommen, um einen Mann zu würdigen, der die Entwicklung Graben-Neudorfs über fast vier Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt hat. So übernahm Wolfgang Bauer als Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion und zweiter Bürgermeister-Stellvertreter an herausgehobener Position Verantwortung für die Gemeinde.
Wolfgang Bauer wurde 1989 erstmals in den Gemeinderat gewählt und gehört damit zu den dienstältesten Kommunalpolitikern in der Geschichte der Gemeinde. In seiner Ansprache würdigte Bürgermeister Christian Eheim insbesondere Bauers unermüdlichen Einsatz für Bildung, Kinderbetreuung und Chancengerechtigkeit. Der Ausbau der Kinderbetreuung, moderne Schulen und zeitgemäße Betreuungsformen seien Themen gewesen, die Bauer während seiner gesamten kommunalpolitischen Laufbahn begleitet und geprägt habe.
37 Jahre lang gehörte Wolfgang Bauer dem Technischen Ausschuss an. In dieser Funktion begleitete er zahlreiche bedeutende Bauprojekte der Gemeinde. Dazu zählen der Neubau des Rathauses, der Bau des Kindergartens Sonnenschein, die Erweiterung der Adolf-Kußmaul-Schule, der Bau des Kindergartens Arche Noah, die Erweiterung der Pestalozzischule, der erste und zweite Sanierungsabschnitt der Pestalozzihalle, der Bau des Kindergartens St. Josef sowie zuletzt der Baubeschluss für den Neubau der Erich-Kästner-Schule und der Kindertagesstätte St. Theresia.
„Diese vielen Projekte und diese lange Zeit bedeuten unzählige Gremientermine, Baustellenbesichtigungen und Jour-fixe-Termine“, erinnerte Bürgermeister Eheim. Wolfgang Bauer sei dabei fast immer dabei gewesen – bei Sitzungen ebenso wie bei Einweihungen und Ortsterminen, häufig mit seinen Enkelkindern und nahezu immer mit dem Fahrrad.
Mit Blick auf die nächste Generation habe Wolfgang Bauer über Jahrzehnte Verantwortung übernommen und sich für eine lebenswerte Gemeinde eingesetzt. Sein Wirken habe dazu beigetragen, gute Bildungsangebote zu schaffen, gleiche Chancen für Kinder zu fördern sowie die soziale und demokratische Entwicklung Graben-Neudorfs mitzugestalten.
Auch die Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Katja Buchleiter, würdigte Bauer als Vorbild und wichtigen Wegbegleiter. Als Nachfolgerin im Fraktionsvorsitz habe sie ihn stets als guten Lehrer und verlässlichen Ratgeber erlebt. Vertreter aller Fraktionen schlossen sich dem Dank an und wünschten ihm für die Zukunft alles Gute.
Als sichtbares Zeichen der Anerkennung überreichte Bürgermeister Eheim die Große Ehrenmedaille in Gold der Gemeinde Graben-Neudorf.
Sichtlich bewegt ergriff Wolfgang Bauer zum Abschied selbst das Wort. Er dankte seiner Familie für die jahrzehntelange Unterstützung sowie seiner SPD für das Vertrauen. Besonders hob er den langjährigen SPD-Landtagsabgeordneten und früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Peter Wintruff, hervor. Dieser habe ihm den Weg in die kommunalpolitische Verantwortung gewiesen und ihn über viele Jahre geprägt.
Zum Ende seiner Ansprache stellte Bauer fest: „Alles hat seine Zeit.“ Unter großem Applaus verabschiedete sich der langjährige Gemeinderat aus dem Gremium. Mit seinem Ausscheiden endet ein außergewöhnliches Kapitel kommunalpolitischen Engagements in Graben-Neudorf.


