Gemeinderat gibt grünes Licht: Neubau von Schule und Kindergarten kommt
Der Weg ist frei für eines der größten Bauvorhaben der vergangenen Jahrzehnte in Graben-Neudorf. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 27. April einstimmig den Baubeschluss für den Neubau der Erich Kästner-Schule und des Kindergarten St. Theresia gefasst. Damit endet eine monatelange Phase der Unsicherheit um das zentrale Zukunftsprojekt der Gemeinde.
Nahezu ein Jahr lang war die Entscheidung vertagt worden, weil die Finanzierung des Großprojekts offen war. In den vergangenen Monaten gelang nun der Durchbruch. Rund sieben Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes für Graben-Neudorf, eine Reduzierung der kalkulierten Baukosten um etwa fünf Millionen Euro sowie die vorgesehene Gegenfinanzierung durch die städtebauliche Entwicklung des Neudorfer Festplatzes schufen die Grundlage für den Beschluss.
Bürgermeister Christian Eheim bezeichnete den Baubeschluss als großes Signal. „Wir investieren in die Bildung, in die Kinder und Familien unserer Gemeinde – in beste Bedingungen für Bildung und Betreuung“, sagte Eheim nach der Sitzung.
Bereits im Februar 2027 soll mit der Baufeldfreimachung begonnen werden. Der eigentliche Baubeginn ist für April 2027 vorgesehen. Entstehen werden eine dreizügige Grundschule mit Mensa und Ganztagsbereich sowie ein dreigruppiger Kindergarten. Die Inbetriebnahme ist für Juni 2029 geplant. Nach der dem Gemeinderat vorgelegten Kostenberechnung belaufen sich die Bruttobaukosten auf 27,4 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein Puffer von drei Millionen Euro für mögliche Preissteigerungen und unvorhergesehene Entwicklungen während der Bauzeit. Zusätzlich stehen Fördermittel von knapp fünf Millionen Euro in Aussicht.
Der Neubau soll in moderner Holz-Hybrid-Bauweise errichtet werden und damit aktuelle Anforderungen an nachhaltiges Bauen erfüllen. Durch die Holzbauweise soll sich auch die Lärmbelastung durch die Baustelle deutlich reduzieren, weil Wände und Decken in einem hohen Vorfertigungsgrad angeliefert werden.
Zugleich ist das Gebäude bewusst als Ort für mehr als den Schulbetrieb gedacht. Das Foyer soll künftig auch kleineren kulturellen Veranstaltungen offenstehen. Vor dem Schulgebäude ist ein Marktplatz vorgesehen, der Raum für schulische Veranstaltungen und Events der örtlichen Vereine bieten soll.



