Neubaustrecke Mannheim-Karlsruhe kann Graben-Neudorf entlasten
icon.crdate24.11.2025
Die Deutsche Bahn hat am 24. November 2025 die Vorzugsvariante für die Neubaustrecke Mannheim–Karlsruhe vorgestellt. Kern des Vorschlags ist die Führung der Neubaustrecke (NBS) von Waghäusel kommend in Bündelung mit der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart bei Hambrücken bis an die Autobahn A5.
Die Deutsche Bahn hat am 24. November 2025 die Vorzugsvariante für die Neubaustrecke Mannheim–Karlsruhe vorgestellt. Kern des Vorschlags ist die Führung der Neubaustrecke (NBS) von Waghäusel kommend in Bündelung mit der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart bei Hambrücken bis an die Autobahn A5.
Nach Angaben der Bahn soll die NBS den kompletten Güterverkehr der Strecke Mannheim-Karlsruhe aufnehmen. Die Verkehre von Molzau nach Stuttgart hingegen sollen wie bereits heute auch künftig durch Graben-Neudorf geführt werden. Damit soll die Zahl der Güterzüge, die derzeit durch Graben-Neudorf rollen, insgesamt um zwei Drittel verringert werden. Für Graben-Neudorf wäre dies ein bedeutender Schritt nach vorn. Seit Jahrzehnten prägt der Güterverkehr den Alltag vieler Anwohnender und führt zu erheblichen Belastungen, die durch unzureichende Lärmschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn noch verschärft werden.
Bürgermeister Christian Eheim begrüßt die nun in Aussicht gestellte Entlastung, mahnt aber zugleich klare politische Entscheidungen an. „Eine Reduktion der Zugzahlen wäre ein längst überfälliges Signal an die Menschen vor Ort“, erklärt er. „Jetzt braucht es jedoch eine verbindliche Zusage des Bundes, der die Verkehrslenkung verantwortet. Nur so ist gewährleistet, dass die angekündigte Entlastung am Ende auch tatsächlich eintritt.“
Sorge bereitet weiterhin die geplante Beibehaltung der bestehenden Führung der Verkehre in Richtung Stuttgart über die Bestandsstrecke durch Graben-Neudorf. Eheim macht deutlich, dass die Gemeinde dies nicht ohne konkrete Verbesserungen hinnehmen wird. „Wenn die Bahn an dieser Führung festhalten will, erwarten wir endlich einen zeitgemäßen und wirksamen Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner“, betont er.
Für die kommenden Monate sieht der Bürgermeister die gesamte Region in der Verantwortung. Die politischen Vertreterinnen und Vertreter im Deutschen Bundestag seien nun gefordert, sich aktiv einzubringen. Ziel müsse sein, entlang aller Bestandsstrecken eine wirklich menschenfreundliche Lösung zu erreichen. „Entscheidend ist, dass die Region geschlossen auftritt“, so Eheim. „Nur gemeinsam können wir die berechtigten Interessen der Bevölkerung durchsetzen.“
Weitere Informationen: Projektseite der Deutschen Bahn


