Gemeinderat diskutierte Straßenzustandsbericht 2024
In der Gemeinderatssitzung am 16. Dezember 2024 wurde der Straßenzustandsbericht 2024 vorgestellt. Es ist der zweite Bericht dieser Art, nachdem 2023 erstmals ein umfassendes System zur Zustandserfassung der Straßen eingeführt wurde. Der Bericht gibt einen detaillierten Überblick über den aktuellen Zustand des Straßennetzes und bietet eine wichtige Grundlage für die Planung zukünftiger Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen.
Der Straßenzustandsbericht 2024 basiert auf einer Analyse des rund 82 Kilometer umfassenden Straßennetzes der Gemeinde. Die Durchschnittsnote des Netzes liegt derzeit bei 2,31, was im Vergleich mit ähnlichen Gemeinden deutschlandweit ein vergleichsweise guter Wert ist. Dennoch zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verschlechterung. Betroffen sind insbesondere Teile der Kanalstraße, der Wendelinusstraße, des Sportplatzwegs sowie der Zufahrt zur Hundewiese „Am Bruhrain“. Um der Verschlechterung entgegenzuwirken, hat die Gemeinde bereits konkrete Maßnahmen für das Jahr 2025 geplant und zusätzliche Haushaltsmittel für Risssanierungen und allgemeine Ausbesserungsarbeiten vorgesehen.
Ein zentrales Instrument für das Straßenmanagement der Gemeinde bleibt das Vialytics-System, das bei der regelmäßigen Zustandserfassung der Straßen zum Einsatz kommt. Durch halbjährliche Befahrungen – eine im März nach dem Winter und eine im September vor Beginn der kalten Jahreszeit – können Schäden frühzeitig erkannt und priorisiert bearbeitet werden. „Im Jahr 2024 wurden auf diese Weise insgesamt 290 Einzelmaßnahmen durchgeführt. Dazu zählten unter anderem Reparaturen an Gehwegen, Bordsteinen und Straßeneinläufen sowie Ausbesserungen mit Kaltasphalt und die Instandsetzung von Rissen“, erläuterte Daniel Brecht von der Gemeindeverwaltung.
Der Straßenzustandsbericht mache deutlich, dass präventive Maßnahmen in Zukunft noch stärker in den Fokus rücken müssten, um eine langfristige Erhaltung der Straßeninfrastruktur zu gewährleisten. Insbesondere Risssanierungen und die Erneuerung größerer zusammenhängender Flächen sollen in den kommenden Jahren verstärkt durchgeführt werden. „Mittelfristig plant die Gemeinde außerdem, die Ergebnisse der Straßenzustandsberichte mit Erkenntnissen aus der Kanalnetzbefahrung zu kombinieren, um umfassende Sanierungskonzepte für die am stärksten betroffenen Abschnitte zu entwickeln“, so Daniel Brecht.
Der Gemeinderat nahm den Bericht zur Kenntnis und würdigte die Anstrengungen der Verwaltung, das Straßennetz in einem guten Zustand zu halten. Trotz der leichten Verschlechterung liegt Graben-Neudorf mit einer Gesamtnote von 2,31 weiterhin über dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen, deren Straßenzustand durch das Vialytics-System meist zwischen 2,5 und 2,7 eingestuft wird.

