Gemeinde Graben-Neudorf (Druckversion)
Artikel vom 09.10.2019

Graben-Neudorf fordert faire Lastenverteilung beim Ausbau der Rheintalbahn

Über den Ausbau der Rheintalbahn berichtete der Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO) Prof. Gerd Hager in der Sitzung des Gemeinderates vom 23. September 2019.

Der Ausbau des Korridors zwischen Mannheim und Karlsruhe sei das letzte wichtige Teilstück des Gesamtausbaus bis Basel, zu dem sich die Bundesrepublik Deutschland in einem völkerrechtlichen Abkommen mit der Schweizer Eidgenossenschaft verpflichtet habe. "Um die Verkehrswende zum Erfolg zu führen ist es notwendig, mehr Güter auf die Schiene zu bekommen", so Prof. Gerd Hager. Im Raum Karlsruhe stehe der Ausbau des Schienenverkehrs vor großen Herausforderungen. Eine dichte Besiedlung und wertvolle Grünzüge würden die Suche nach einer geeigneten Trasse erschweren. Im Bundesverkehrswegeplan wird der Abschnitt zwischen Mannheim und Karlsruhe bewusst als Ausbau- und Neubaustrecke bezeichnet. Derzeit nehme die Deutsche Bahn die Grundlagenermittlung in Angriff. So sollen zunächst die künftig erforderlichen Kapazitäten für den Schienenverkehr zwischen Mannheim und Karlsruhe ermittelt werden. Ein Beteiligungsforum für die Öffentlichkeit wird voraussichtlich im Jahr 2020 starten. Konkrete Streckenplanungen seien noch nicht vorgenommen worden, so Prof. Gerd Hager.

Bürgermeister Christian Eheim forderte eine gemeinsame Haltung der gesamten Region: "Die Region muss geschlossen gegenüber dem Bund und der Bahn auftreten. Nur so können wir Mehrausgaben des Bundes für den Schutz von Mensch und Natur beim Ausbau durchsetzen." Deshalb brauche es die Bereitschaft zu einer fairen Lastenverteilung in der Region beim Ausbau der Rheintalbahn. Bis zum Abschluss eines Planfeststellungsverfahrens könne es Stand heute noch mehr als 15 Jahre dauern, so die Einschätzung von Bürgermeister Christian Eheim. 

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