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Gemeinde Graben-Neudorf
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Artikel vom 19.11.2020

Ein Tag des Gedenkens und der Mahnung

PIX2020 by www.ch-ernst.de

Am Volkstrauertag (15. November 2020) legte Bürgermeister Christian Eheim gemeinsam mit Vertretern der Reservistenkameradschaft im Pietätspark in Graben und auf dem Friedhof in Neudorf Kränze nieder. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Gedenkstunde nur in kleinem Kreis statt.

An diesem Tag wird in Deutschland der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Er soll zudem Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden in der Welt sein. Die Botschaft des Volkstrauertages ist angesichts der vielen Kriege, bewaffneten Konflikte von Terror und Vertreibung in diesen Tagen leider so aktuell und nötig wie 1925, als der erste Volkstrauertag begangen wurde.

"Gerade dieses Jahr, 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, mahnt uns der Volkstrauertag, aus der Geschichte zu lernen", sagte Bürgermeister Christian Eheim.  "Die Folgen der heutigen Kriege spüren wir alle unmittelbar auch in Graben-Neudorf durch den Zuzug von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten mussten."

Die Botschaft des Volkstrauertages wird durch den offiziellen Text des Totengedenkens auf den Punkt gebracht, der vielerorts in Deutschland am Volkstrauertag verlesen wird: 

  • Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.
  • Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.
  • Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.
  • Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.
  • Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.
  • Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind.
  • Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.
  • Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.
  • Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.