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Gemeinde Graben-Neudorf
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Artikel vom 13.10.2020

Lärmaktionsplan – Gemeinderat beschließt Bürgerbeteiligung

In der Gemeinderatssitzung am 5. Oktober 2020 stellte Martin Reichert vom Büro Modus Consult aus Karlsruhe den Gremiumsmitgliedern den Entwurf des im Oktober 2018 beauftragten Lärmaktionsplan vor. Daraufhin wurde einstimmig beschlossen, dass der Plan in Offenlage geht und eine Bürgerbeteiligung startet.

Der Plan sieht eine Umsetzung von Tempo 30, sowohl tags und nachts, auf weiten Teilen der Hauptverkehrsstraßen von Graben-Neudorf vor. Insbesondere entlang der Mannheimer Straße, der Hauptstraße und der Karlsruher Straße, der Bismarckstraße und der Bruchsaler Straße könnten die Menschen künftig durch die Einführung von Tempo 30 vor Lärm geschützt werden.

Hintergrund der Maßnahme ist die Richtlinie 2002/49/EG des europäischen Parlaments und des Rats vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie), mit welcher von der EU neue Wege zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm eingeleitet wurden. Die Richtlinie sieht dabei ein zweistufiges Verfahren vor. Nach einer Ermittlung der Umgebungslärmpegel und den daraus resultierenden Betroffenheiten sind daran anschließend geeignete Maßnahmen zur Geräuschminderung in Lärmaktionsplänen zusammenzustellen. Die Lärmaktionsplanung ist für Kommunen verpflichtend. Da Lärm schon ab 60 Dezibel das Gehör beeinträchtigt, Stress und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann, liegt es in den Händen der Kommunen, mit Hilfe jener Pläne langfristig die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und die Attraktivität der Gemeinde zu erhöhen.

"Aufgrund der vom Büro Modus Consult ermittelten Lärmbelastung wäre das Landratsamt Karlsruhe als zuständige Behörde zur Anordnung von Tempo 30 gezwungen, wenn dies die Gemeinde Graben-Neudorf beantragt. Zunächst wird der Entwurf des Lärmaktionsplanes nun offengelegt. Danach wird der Gemeinderat die eingegangenen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft auswerten und über das weitere Vorgehen entscheiden", erklärte Bürgermeister Christian Eheim.