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Gemeinde Graben-Neudorf
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Artikel vom 11.04.2018

'Neue Mitte': Gemeinderat leitet Öffentlichkeitsbeteiligung ein und beauftragt Vergabeverfahren

Mit einstimmigen Beschlüssen leitete der Gemeinderat von Graben-Neudorf in seiner Sitzung am 9. April 2018 die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Projekt 'Neue Mitte' ein und beauftragte das Vergabeverfahren für die rund 12.000 qm große Fläche im Zentrum der Gemeinde.

Das vom Gemeinderat beschlossene Beteiligungskonzept sieht als erste Schritte ein 'Akteursgespräch' Anfang Mai vor, in dem der Dialog mit den Anwohnern des Areals über den derzeitigen Planungsstand gesucht wird. Die Anwohner werden dazu persönlich eingeladen. Am 5. Juni folgt dann ein öffentlicher Bürger-Dialog von 17.30 Uhr bis 21.00 Uhr, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden. Im Rahmen eines Fachgesprächs am 3. Juli soll dann gemeinsam mit Expertinnen und lokalen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft vertieft über die Frage diskutiert werden, wie die 'Neue Mitte' zu einem lebendigen Quartier werden kann. Mit der Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung beauftragte der Gemeinderat die Firma 'suedlicht' aus Freiburg und nahm das Honorarangebot von 16.049,82 Euro (brutto) an.

Das vom Gemeinderat beauftragte Vergabeverfahren sieht vor, dass das Areal in Form einer Konzeptvergabe mit Festpreis vergeben werden soll. Mit der Vergabe beauftragt wurde die Firma Pesch Partner Stadtplaner GmbH aus Stuttgart. Der Gemeinderat stimmte hierfür dem Honorarangebot in Höhe von 41.663,02 Euro (brutto) zu.  Mit der Konzeptvergabe behält die Gemeinde die größte Steuerungshoheit für die Entwicklung des Grundstücks. Die Zuschlagskriterien umfassen dann ausschließlich die Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen städtebaulichen Ziele, z.B. soziale Aspekte der Wohnungsbaupolitik, die städtebauliche Qualität, die Funktionsmischung, Ökologie, Energie und Verkehrskonzept.

Bereits im Februar hatte der Gemeinderat einstimmig gemeinsam erarbeitete Eckpunkte zur Entwicklung des Areals beschlossen. Demnach soll das neue Zentrum der Gemeinde ein 'identitätsstiftendes Quartier' mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Es soll neuer Wohnraum mit einem Wohnangebot für unterschiedliche Menschen geschaffen werden, mit dem eine Altersmischung der Bewohner genauso erreicht wird wie ein Mix aus Eigentums- und Mietwohnungen.

Weitere vom Gemeinderat vereinbarte Eckpunkte sind die Unterbringung von Ärzten, einem gastronomischen Angebot und einem Boarding House oder Hotel als Inklusionsbetrieb auf dem Areal. Zur Klärung der wirtschaftlichen Machbarkeit eines Boarding House oder Hotels als Inklusionsbetrieb ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung die HOTOUR Hotel Consulting GmbH aus Frankfurt mit der Erstellung eines unabhängigen Standortgutachtens zu beauftragen und stellte dafür einen Kostenrahmen von 15.000 Euro (brutto) bereit.