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Gemeinde Graben-Neudorf
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Artikel vom 01.12.2016

Unterbringung von Flüchtlingen geregelt

Einstimmig folgte der Gemeinderat von Graben-Neudorf in seiner Sitzung am 28. November 2016 der von Bürgermeister Christian Eheim eingebrachten Strategie zur künftigen Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde. Demnach wird die bisherige Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Sparkassen-Gebäude in der Schlossstraße 8-10 in ein so genanntes „Kombi-Modell“ umgewandelt. Damit wird das Gebäude künftig nicht nur vom Landkreis als Gemeinschaftsunterkunft genutzt, sondern auch von der Gemeinde Graben-Neudorf zur Anschlussunterbringung von geflüchteten Menschen. Für die Anschlussunterbringung stehen der Gemeinde in der Schlossstraße dann zwischen 50 und 60 Plätze zur Verfügung. Neben der Einrichtung des „Kombi-Modells“ will die Gemeinde im Jahr 2017 die Anmietung von Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen weiter verstärken. „Mit der dezentralen Unterbringung haben wir in der Gemeinde gute Erfahrungen gemacht. Es ist der beste Weg, um Menschen, die eine Bleibeperspektive haben, bei uns zu integrieren“, erklärte Bürgermeister Christian Eheim. Künftig will die Gemeinde auch Investitionskostenzuschüsse an Wohnungseigentümer zahlen, die ihre Wohnung an die Gemeinde vermieten. „Mit Investitionskostenzuschüssen und der Zusicherung von langfristig zuverlässigen Mieteinahmen machen wir den Wohnungseigentümern in Graben-Neudorf ein attraktives Angebot: Sie steigern den Wert ihrer Immobilie, haben gleichzeitig langjährig garantierte Mieteinahmen und helfen mit, dass Integration und sozialer Zusammenhalt in Graben-Neudorf gelingen“, so Bürgermeister Christian Eheim.

Grundstück am Kirbsenkopf nur noch Reservefläche

Das Grundstück am Kirbsenkopf 9, das die Gemeinde Anfang des Jahres 2016 zum Bau eines Gebäudes zur Flüchtlingsunterbringung erworben hatte, wird ab sofort nur noch als Reservefläche zurückgehalten. „Durch die drastisch gesunkenen Flüchtlingszahlen ist der noch Anfang des Jahres angestrebte schnelle Bau einer Unterkunft nicht mehr notwendig“, erläuterte Bürgermeister Christian Eheim. Erst bei drastisch ansteigenden Flüchtlingszahlen kommt diese Fläche für den Neubau eines „Kombi-Modells“ in Betracht. „Derzeit haben wir keine konkreten Pläne für einen Neubau am Kirbsenkopf. Wir machen trotzdem transparent deutlich, dass wir bei massiv ansteigenden Flüchtlingszahlen am Kirbsenkopf 9 gemeinsam mit dem Landkreis einen Neubau errichten würden. Damit schaffen wir Klarheit und Verlässlichkeit“, verdeutlicht der Bürgermeister.

Flüchtlingszahlen sind drastisch zurückgegangen

Der Kämmerer des Landkreis Karlsruhe, Ragnar Watteroth, konnte im Gemeinderat über die stark gesunkenen Zugangszahlen an neuen Flüchtlingen im Landkreis Graben-Neudorf berichten. Während im Januar 2016 noch 435 neue Flüchtlinge dem Landkreis Karlsruhe zugewiesen wurden, so waren es im Oktober nur noch 38. Für die Gemeinde Graben-Neudorf wird nach der neuesten Prognose für das gesamte Jahr 2017 noch eine Zuweisung von 44 Flüchtlingen in die Anschlussunterbringung erwartet. Bisher war eine Zuweisung von 60 Menschen erwartet worden.

Dank an ehrenamtliche Helfer

Vertreter aller drei Gemeinderatsfraktionen dankten den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Flüchtlingshilfe in Graben-Neudorf für ihr Engagement. „Der Gemeinderat, die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und die ehrenamtlichen Helfer haben in den zurückliegenden Monaten gezeigt, dass die Aufnahme der Flüchtlinge gelingt, wenn alle an einem Strang ziehen“, betonte Bürgermeister Christian Eheim. Im kommenden Jahr müsse das Augenmerk verstärkt auf die Integration der Flüchtlinge, die eine Bleibeperspektive haben, in den Arbeitsmarkt und auf Sprachförderung gerichtet werden, betonte der Bürgermeister zum Abschluss der Beratungen.