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Artikel vom 05.04.2017

„In Graben-Neudorf lässt es sich gut und sicher leben“

Mit der Unfall- und Kriminalstatistik 2016 befasste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 03.04.2017. Vorgestellt wurden die Zahlen durch den Leiter des Polizeireviers Philippsburg, Peter Kremer, und den Leiter des Polizeipostens Graben-Neudorf / Dettenheim, Helmut Schmitt.

„Graben-Neudorf ist eine sichere Gemeinde“, berichtete Peter Kremer. Zwar könne man im vergangenen Jahr mit 479 Straftaten einen Zuwachs um 13 % feststellen.  Doch die damit erreichte Quote von 41 Delikten pro 1000 Einwohnern liege drastisch unter dem Durchschnitt der Bundesrepublik Deutschland mit 75 Delikten pro 1000 Einwohnern und auch unter dem baden-württembergischen Durchschnitt mit 56 Delikten pro 1000 Einwohnern. Vor allem in der langfristigen Betrachtung zeige sich ein deutlicher Rückgang der Straftaten in Graben-Neudorf, so Peter Kremer: „Entgegen verbreiteter öffentlicher Annahmen bewegt sich die Anzahl der Straftaten in Graben-Neudorf seit zehn Jahren auf einem Niveau unter 650 Delikten. Der Maximalwert wurde im Jahr 2004 mit 620 Straftaten erreicht.“ Besonders betonte Peter Kremer, dass es im Zusammenhang mit der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Schlossstraße zu keinerlei Straftaten gekommen sei: „Die Gemeinschaftsunterkunft ist in dieser Hinsicht ein weißer Fleck“, so Peter Kremer. Gestiegen sei im vergangenen Jahr vor allem die Zahl der Sachbeschädigungen in Graben-Neudorf. „Diese Delikte stiegen um 67% auf 85 Taten“, erklärte Peter Kremer. Positiv habe sich dagegen die Zahl der Hauseinbrüche entwickelt. „Die Zahl der Tageswohnungseinbrüche ging um 63% zurück, von 8 Delikten in 2015 auf nur noch 3 Delikte im letzten Jahr“, so Peter Kremer.

Die Zahl der Verkehrsunfälle sei leicht rückläufig, berichtete Helmut Schmitt: „In 2016 gab es 116 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang von 5,3 % entspricht.“ In 2016 habe es außerdem keine Todesopfer durch Verkehrsunfälle gegeben. 72 % der Unfälle ereignen sich innerorts, mit eindeutigem Schwerpunkt auf Vorfahrtsverletzungen und Nichteinhalten des Abstandes. Zur Unfallbeteiligung sog.  „schwacher Verkehrsteilnehmer“ berichtete Helmut Schmitt, dass es unter den im letzten Jahr verletzten sieben Radfahrern ein Senior gab und keine Kinder. Unter den drei im letzten Jahr verletzten Fußgängern habe sich weder ein Senior noch ein Kind befunden. Auf Rückfrage aus dem Gemeinderat bestätigte Helmut Schmitt außerdem, dass die Sperrung der Linksabbieger-Spur der Hauptstraße von Neudorf kommend in den Bahnhofsring zu einer erheblichen Verbesserung der Verkehrssicherheit in diesem Kreuzungsbereich geführt habe.

Bürgermeister Christian Eheim dankte Herrn Kremer und Herrn Schmitt für ihre Arbeit: „Ihr Bericht zeigt, dass es sich in Graben-Neudorf gut und sicher leben lässt. Das ist nicht zuletzt das Verdienst unserer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die mit großem Engagement für unsere Sicherheit einstehen.“